Gemeinschaftlich wandern in und um Bärenstein

Im Mai begaben wir uns mit unserem 16-Monate alten Bären in seinen ersten „richtigen“ Wanderurlaub. Mit im Gepäck: Unsere Herzensfamilie mit ihrem 18-Monate alten Bären, unser 7-Jahre alter Poldihund, zwei Ring-Slings, zwei Full-Buckles, zwei große Rucksäcke und der Wunsch nach Gemeinschaft in Natur.

Für eine Woche hatten wir uns im kleinen Ort Bärenstein im Erzgebirge direkt an der tschechischen Grenze eine schöne Ferienwohnung ausgesucht. Wir fuhren mit der Regionalbahn von Chemnitz nach Cranzahl. Dort stiegen wir in eine sehr alte, laute tschechische Eisenbahn um, die uns am verlassenen und teilweise zugewachsenen Bärensteiner Bahnhof aussteigen ließ. Etwas mehr als einen Kilometer liefen wir von dort zu unserer Ferienwohnung.

Wald, Wasser und Berg

Der Wald unmittelbar bei Bärenstein war wunderschön und ziemlich groß; die Talsperre Cranzahl mitten drin. Mehrmals gingen wir dort wandern. Vom Bärenstein (898 Meter) konnten wir die Sicht darauf genießen – so auch das leckere Mittagessen im Restaurant auf dem Gipfel. Der Anstieg war ziemlich steil und herausfordernd (wir hatten uns gegen die asphaltierte Straße entschieden, mit KiWa also kein Problem). Die Wanderung auf den Bärenstein war eine kleine Tagestour von circa 8 Kilometern.

Wenn die Bären „wanderten“…

Tagestour deswegen, weil die beiden kleinen Bären immer mal wieder gelaufen sind, oft viele, viele Schritte – nur meistens an der gleichen Stelle 🙂 Das Tempo war dann dementsprechend langsamer oder positiver ausgedrückt: immer wieder aufs Neue entschleunigt. Das war ab und zu herausfordernd für mich, denn noch im Urlaub in der Sächsischen Schweiz war unser Bär fast immer in der Trage und wir waren allein unterwegs und kamen in einem von uns bestimmten Tempo vorwärts. Allein kommt man zwar schneller voran, aber in Gemeinschaft kommt man weiter (sagt ein afrikanisches Sprichwort). Das Weiterkommen betraf vor allem unser Wachsen als (nicht nur Wander-)Gemeinschaft. So wuchsen wir an der Herausforderung sechs Bedürfnisse ausgeglichen zu berücksichtigen, im Sinne des Einzelnen und der Gemeinschaft.

Auf der tschechischen Seite

Über Weipert sind wir auch nach Tschechien gewandert, sowohl einige Kilometer als auch einige Höhenmeter. Wir rasteten auf einer großen, weiten Wiese und blickten auf das Erzgebirge – ein kleines, aber charmantes Gebirge. Zurück in Bärenstein speisten wir leckere Pizza am Pöhlbach, tranken Radler und wir Damen machten Yoga in der Sonne. Diesen wunderbaren Tag schlossen wir zwei mit einem Besuch in der FeWo-Sauna ab, während die Männer mit unseren Bären Altglas wegbrachten 🙂

Fichtelberg als Rausschmeißer

Unseren längsten Trip unternahmen wir nach Oberwiesenthal. Dazu liefen wir fast sechs Kilometer zum Bahnhof nach Kretscham-Rothensehma durch den Wald. Von dort fuhren wir mit der nostalgischen Fichtelbergbahn nach Oberwiesenthal, um dort mit der Schwebebahn auf den Fichtelberg (1.215 Meter) zu fahren. Zurück fuhren wir mit einem Bus zum Bärensteiner Rathaus.

Fazit

Rund um Bärenstein gibt es zahlreiche schöne Wanderwege, ab und zu müssen ein paar Höhenmeter bewältigt werden. Die meisten Wege durch den Wald und entlang der Talsperre können auch mit Kinderwagen bewältigt werden. In der Nebensaison war es angenehm ruhig. Wir hatten für Ende Mai relativ frische Temperaturen, sind aber selten nass geworden. Die FeWo ist absolut zu empfehlen, sowohl preislich als auch bezüglich der Ausstattung. Wir konnten zudem unsere Stoffwindeln nicht nur waschen, sondern sogar mal von einem Trockner Gebrauch machen. Die Sauna ist klein aber absolut gemütlich ausgestattet.

 

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