Unser erster „Wander“urlaub mit Kind – von Bewegungsdrang, Eis und anderen Erschwernissen

Die Sächsische Schweiz ist wunderschön. So auch Ende Januar, als wir für ein paar Tage Urlaub machten. Die Felsformationen waren mit einer zarten Schneeschicht garniert, die Wanderwege waren bis auf eine Ausnahme menschenleer, das Knirschen unserer Schritte im Schnee war ein Ohrenschmaus und das Rauschen der Elbe umgab unsere FeWo.

Wunschvorstellungen Wanderurlaub

Mit Verwandtschaft u.a. aus Bad Schandau war ich als geborene Dresdnerin bis Anfang 20 so einige Male in dieser Gegend gewesen, die mich nun aber so richtig umgehauen hat. Nun war ich noch mehr angefixt und in naiv-optimistischer Hoffnung, dass sich unsere einjährige Süßkartoffel (unser Wurm ist für uns einfach zur Süßkartoffel geworden) ausdauernd und mitstaunend durch diese atemberaubende Landschaft tragen ließ. Mit entsprechenden Pausen versteht sich.

Zu kalt, zu eisig, zu erkältet, zu vergesslich

Dem Explorationsdrang unserer Süßkartoffel entsprachen zumindest die Pausen in Restaurants oder in unserer FeWo, nicht aber die in der Natur. Dafür war es dann doch zu kalt und teilweise vereist und auch wir froren uns überwiegend stehend den Arsch ab. Wenn unser Tragling hinten unglücklich wurde, wanderte er nach vorn oder in den RingSling, mal mit, mal ohne Milchbar. Als unsere Süßkartoffel fast schlief, machte uns einmal ein komplett vereister Abschnitt auf dem Weg einen Strich durch die Rechnung und wir kehrten wehmütig um. Oder aber es wurde zu anstrengend für mich, denn ich war leider ziemlich stark erkältet. Und mit in der FeWo vergessenem Full-Buckle wandert es sich auch nur kurz.

Ambivalentes Fazit

Alles in allem war es ein vielerseits herausfordernder Kurzulaub voller wunderschöner Momente und Eindrücke, gleichzeitig auch voller geplatzter Wünsche und voller (Grenz)Erfahrungen. Dankbar sind wir insbesondere darüber, dass wir ein Gebiet für uns entdeckt haben, dass wir Stück für Stück immer mehr im maximal möglichen Einklang mit dem Mobilitätstempo unserer Süßkartoffel kennenlernen möchten.

Tipps und Empfehlungen

Mitnehmen könnt ihr für euch, mit einem kleinen Tragling kurze eher spaziergangartige Wanderungen anzupeilen – so schwer es auch fällt, dass beispielsweise der Amselfall „nur“ noch 30 Gehminuten entfernt ist, nachdem ihr schon eine Weile unterwegs wart. Logisch ist, dann loszuziehen, wenn euer Zwerg sich vorab (im Winter bevorzugt im Warmen) müde erkundet hat. Ich trug unsere Süßkartoffel über der Jacke, so musste ich ihn wenn er erkunden wollte, nicht in der Kälte aus der Tragejacke auspacken und um eine weitere Schicht anziehen. Er trug Body, Pullover, Strumpfhose, Krabbelschuhe, Wollwalkhose, Strickjacke, einen Schal, eine Mütze und last but not least einen Wollwalkanzug plus Wollwalkschuhe. Das Wechseln der Tragehilfe geht beim „Draußen“ tragen zudem auch schneller, zumal RingSling unter der Jacke nicht geht. Thomas trug lieber unter seiner Jacke. Dann war es meist so, dass er das letzte Stück nach Hause oder ins Warme übernahm und wir die Süßkartoffel weiter ausziehen konnten.

Wo wir eigentlich unterwegs waren

Hier noch ein Auszug unserer kurzen Wandererfahrungen: Wir waren im Kirnitzschtal auf halbem Weg zum Kuhstall unterwegs, aber komplett in den Genuss des teilweise noch eingefrorenen Lichtenhainer Wasserfalls gekommen, sind auf dem Forststeig bei Schöna-Reinhardtsdorf entlang an riesigen Eiszapfen spaziert, haben den Zirkelstein zumindest umrundet, nicht aber erklommen, haben die vereiste Basteibrücke in Teilen (ich allein) in harter Arbeit und mit Akrobatik errutscht und ab und zu mal die Elbe nahe unserer FeWo angehimmelt. Und unsere Wandertragesüßkartoffel ohnehin.

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