Kopflos barfuß

Diesen Sommer ist unser Wurm noch zu jung, um mit seinen kleinen nackten Füßen durchs Gras zu toben. So viel wie möglich barfuß sein – das möchten wir ihm ermöglichen. Er soll sich und seine Welt überall ungefiltert spüren und fühlen können. Und da wir ja Vorbild für alles sind, sozusagen von Kopf bis Fuß, frage ich mich: Warum laufen wir dann nicht eigentlich auch barfuß? Aber bisher tat ich es nicht (die paar Schritte im Freibad zählen da nicht).

Ich liebe diese nackten kleinen Füße

Wie so oft im Leben, gibt es kleine Schlüsselmomente oder Momente, denen wir einen initialen Charakter zuschreiben und die wir brauchen. Gestern war so ein Moment. In der Chemnitzer Innenstadt befindet sich hinter dem Rathaus ein begehbarer Springbrunnen. Ich sah ihn nicht zum ersten Mal. Dieses Mal jedoch zog ich meine Birkenstock aus und watete mit unserem Wurm im Tragetuch durch die unterschiedlich groß sprudelnden Wassertürme. Mal lief ich Slalom, mal diagonal, mal verweilte ich und ließ unseren Wurm ins Wasser greifen.

Einfach mal machen, was das Herz sagt. Und so zog ich die Birkenstock gar nicht erst wieder an, sondern lief barfuß weiter nach Hause. Und zwar fast zwei Kilometer. Es gab viele Untergründe, die sich gut anfühlten, aber auch einige, die mich an meinen Füßen zweifeln ließen und meine Schrittgeschwindigkeit gen Null tendieren ließen. In jedem Fall war es ein tolles, weil intensives Gefühl. Ich fühlte mich verbunden und frei zugleich.

Einfach mal machen, was das Herz sagt. Das macht glücklich. Das werde ich nun viel öfter machen. Dieses Glücklich Sein durchs Machen.

4 Kommentare zu „Kopflos barfuß

Gib deinen ab

  1. Ich habe mich sehr gefreut, dass hier mal wieder ein Eintrag erschienen ist und würde mich freuen, wenn das in Zukunft ein wenig häufiger passiert. Ich kann aber verstehen, wenn ihr die Zeit lieber für euch als kleine Familie nutzt. Mir gefällt dieser Blog auf jeden Fall sehr gut und ich freue mich auch immer über Artikel zum Thema Baby.

    Liebe Grüße
    Hannah

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    1. Liebe Hannah,
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Ich freue mich sehr, dass du gerne meinen Blog liest. Ich blogge gern, versuche aber mich nicht so sehr unter Druck zu setzen. Gerade sind wir zudem umgezogen und dann stecke ich noch in einer Vereinsgründung… Ich werde auf jeden Fall weiter machen 💪 Beste Grüße, Mathilde

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  2. Hallo! 🙂
    Ich gehe schon seit Frühjahr 2004 barfuß, von der Arbeit abgesehen, also wenn ich privat bin und zuhause nicht auch noch Tätigkeiten ausführe, die es ratsam machen, feste und geschlossene Schuhe zu tragen. Ich tat das auch schon vorher, aber eben meist nur beim Spazierengehen auf asphaltierten Feld-Wirtschaftswegen, weil ich es mich eben auch noch nicht traute, das änderte sich durch ein Barfußforum, in dem ich lange Jahre tätig war und einige Leuten kennen lernte, die mir Mut machten und die ich dann auch schon sehr bald persönlich traf.
    Ich muss sagen, dass ich eigentlich viel zu spät damit angefangen habe, da mich der Gedanke, was die Leute wohl denken, davon abhielt und mir diesen Spaß verbaute, es ist eben wie mit allem: alles ist wohl gut 90 % Kopfsache und wider Erwarten, sind die Kommentare, wenn sie denn kommen, sogar eher positiv. Ich habe auch gelernt, darauf zu „husten“, was die Leute denken, denn erst dadurch lebe ich diese Sache aus, die ich schon immer gerne tun wollte, aber unterdrückte. Ich war 35 Jahre alt, als ich so richtig damit begann, wurde im September des besagten Jahres 36. Ich gestalte den kompletten Alltag barfuß: gehe so kaufen, gehe so tanken, ja, gehe so sogar am Wochenende in Kneipen, ins Kino und dergleichen mehr.
    Es gibt immer mal wieder Situationen, bei denen ich es selbst als nicht angemessen empfinde und dann trage ich eben Schuhwerk mit Socken oder auch mal „Flip-Flops“, als Beispiel für das Tragen von geschlossene Schuhen nenne ich mal Sachen wie einen Termin bei Gericht, eine Weihnachtsfeier mit dem Verein, Kindtaufe, Kommunion, solche Anlässe eben.
    Ich finde Deine Entscheidung klasse, mache weiter so (klar, der Beitrag ist schon etwas her, aber zu spät ist es nicht für meinen Kommentar und wenn, dann besteht wenigstens ein Rest Möglichkeit, dass Du diesen Kommentar noch liest). Im Übrigen und als Abschluss möchte ich Dir noch ein Kompliment abgeben und die mitteilen, dass Du sehr schöne Füße hast, ich schaue bei Frauen eben auch sehr auf die Ästhetik der Füße und Deine Füße haben diese. 😉
    Liebe Grüße,
    Andi

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    1. Hallo Andreas,
      für Kommentare ist es nie zu spät! Und die Gefahr, einen zu übersehen, passiert definitiv nicht bei meinem kleinen Blog 😉
      Danke für deine Barfußgeschichte. Da hast du ja mittlerweile sehr viele Jahre Erfahrung, toll. Ich taste mich jetzt erstmal mit Barfußschuhen weiter ran, habe alle meine normalen Schuhe ausgemistet, verschenkt, gespendet und habe nun drei Paar, die alle Jahreszeiten abdecken. Ich werde definitiv im Sommer wieder versuchen viel barfuß zu laufen – dann gemeinsam mit unsrer kleinen Süßkartoffel 🌞

      Danke für dein Fußkompliment, mein erstes überhaupt 😊

      Viele Grüße,
      Mathilde

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